Erdgasspeicher
1.000 Meter unter der Erdoberfläche
Die Erdgaskaverne
Der Erdgasspeicher in Bremen-Lesum, auch Erdgaskaverne genannt, ist ein wichtiges Instrument zur Kostenoptimierung beim Erdgasbezug. Zugleich ist er ein Garant für eine zuverlässige Versorgung. Weil Erdgas in erster Linie als Wärmeenergie zum Einsatz kommt, schwankt der Bedarf stark: Im Winter ist er hoch, im Sommer deutlich niedriger. Da allerdings die Erdgasförderung über das Jahr weitgehend konstant bleibt, kann das Erdgas in einer Kaverne zwischengelagert werden. Also wird es in Zeiten mit niedrigem Verbrauch dort eingelagert und bei hohem Verbrauch wieder in das Netz eingespeist.
Der Netzbetreiber swb Netze betreibt in Lesum eine Erdgaskaverne, die sich circa 1.000 Meter unter der Erdoberfläche befindet. Sie fasst etwa 92 Millionen Kubikmeter Erdgas. Davon sind allerdings etwa 17 Millionen Kubikmeter sogenanntes Kissengas. Darunter versteht man das Gas, das immer mit einem Druck von 30 bar in der Kaverne verbleiben muss, damit der Hohlraum dem Druck standhalten kann und nicht zusammengedrückt wird. Die übrigen 75 Millionen Kubikmeter nutzbares Gas entsprechen circa acht Prozent des jährlichen Bremer Gasbedarfs.
Interessant zu wissen: Das Fassungsvolumen von Erdgaskavernen schrumpft kontinuierlich, denn trotz des immer in der Kaverne verbleibenden Kissengases ist der Gebirgsdruck so hoch, dass ihr Hohlraum sich ganz, ganz langsam schließt.

