Häufige Fragen und Antworten zum Thema Strom

Allgemeine Fragen und Antworten zu swb Strom
  • Wie kann ich meinen Stromverbrauch prüfen?
  • In unseren swb-Kundencentern in Bremen und Bremerhaven können Sie Ihren Verbrauch mit aktuellen Durchschnittswerten vergleichen. Hier bieten wir Ihnen auch einen Strom-Check an, der Ihnen verrät, welche „Stromfresser“ – Kühl- und Gefrierschrank oder Waschmaschine – Sie erneuern sollten.

    Wenn Sie Ihren Stromverbrauch selbst prüfen wollen, leihen wir Ihnen kostenlos ein Strommessgerät. Die Berater im swb-Kundencenter helfen Ihnen bei Fragen gern weiter.

  • Wieso zahlt mein Nachbar weniger für seinen Strom als ich?
  • Das ist gut möglich, denn die Höhe der Rechnung hängt von mehreren Faktoren ab. Vielleicht achtet Ihr Nachbar sehr gezielt auf seinen Energieverbrauch. Oder sein Haushalt ist mit energiesparenden Geräten ausgestattet. Ist dieser mit Ihrem überhaupt vergleichbar (andere Personenzahl, seltener zu Hause etc.)? Haben Sie „Stromfresser“ im Haus und stehen Fernseher und HiFi-Anlage häufig auf Stand-by?

    Gehen Sie mit uns gemeinsam der Sache auf den Grund und besuchen Sie uns für eine Energieberatung in den swb-Kundencentern in Bremen oder Bremerhaven, Montag bis Freitag von 9.00–18.00 Uhr.
    Sie können in den Kundencentern auch einen unkomplizierten Strom-Check durchführen lassen.
  • Welche Steuern und Abgaben sind im Strompreis enthalten?
  • vergrößern Strompreisbestandteile in Bremen, Stand 1. Februar 2016

    Wie beim Kraftstoff gibt es auch bei der Kilowattstunde Strom gesetzlich festgelegte Steuern, Umlagen und Abgaben, auf deren Höhe ein Energieversorger keinen Einfluss hat. Zurzeit sind das acht verschiedene Positionen, namentlich die Stromsteuer, die EEG- und KWKG-Anteile, die §19- oder Industrieumlage, die Offshore-Haftungsumlage, die Konzessionsabgabe, die Umlage für abschaltbare Lasten und die Mehrwertsteuer. In Bremen machen sie insgesamt 53 Prozent aus, 51 Prozent in Bremerhaven.

    • Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG)
      Das „Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Erneuerbaren Energien im Strombereich“, kurz EEG, soll den Ausbau von Energieerzeugungsanlagen vorantreiben, die ausschließlich auf der Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung basieren. Das EEG legt Mindestvergütungen für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien fest. Die hierbei entstehenden Mehrkosten werden über die EEG-Umlage finanziert.
       
    • Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)
      Mit dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) wird der Ausbau von KWK-Anlagen gefördert. Die Betreiber von KWK-Anlagen erhalten einen gesetzlich festgelegten Zuschlag für jede in das Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde. Durch eine verstärkte Nutzung von KWK-Anlagen soll eine zusätzliche Minderung der Kohlendioxid-Emission erreicht werden. Die hierbei entstehenden Mehrkosten werden über die KWKG-Umlage finanziert.
       
    • Stromsteuer / Ökosteuer
      Mit dem „Gesetz zum Einstieg in die ökologische Steuerreform“ wurde die Ökosteuer (heute Stromsteuer) in Deutschland mit Wirkung zum 1. April 1999 eingeführt. Ziele sind die Senkung des Energieverbrauchs durch höhere Strompreise, der Ausbau der ökologischen Stromerzeugung und die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Absenkung der Rentenversicherungsbeiträge.
       
    • Konzessionsabgabe
      Als Entgelt für die Benutzung öffentlicher Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Strom- und Erdgasleitungen dürfen die Kommunen eine Konzessionsabgabe pro gelieferte Kilowattstunde verlangen.
       
    • Umlage nach § 19 Abs. 2 StromNEV (Stromnetzentgeltverordnung) zum Ausgleich für die Netzentgeltbefreiung der Großindustrie
      Energieintensive Industrieunternehmen, die jährlich mehr als 10 Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom verbrauchen und mindestens 7.000 Benutzungsstunden aufweisen, werden seit dem 1. Januar 2012 von den Netzentgelten befreit. Damit will die Bundesregierung diese Unternehmen bei den Energiekosten entlasten. Die dadurch entstehenden Netzentgelt-Mindereinnahmen der Netzbetreiber sollen von allen anderen Endverbrauchern getragen werden.
       
    • Offshore-Haftungsumlage nach § 17 f EnWG (eingeführt zum 1. Januar 2013)
      Verbraucher werden an den Zusatzkosten bei Anschlussproblemen von Windparks in Nord- und Ostsee über den Strompreis beteiligt. Ist ein Windpark eher fertig als sein Anschluss an das Netz, damit der Strom auch eingespeist werden kann, muss der Netzbetreiber dem Windparkbesitzer eine Entschädigung zahlen. Die Kosten für die geleisteten Entschädigungszahlungen, soweit diese dem Belastungsausgleich unterliegen und nicht erstattet worden sind, kann der Netzbetreiber auf die Netzentgelte aufschlagen und damit den Endverbraucher belasten.
       
    • Mehrwertsteuer
      Für alle genannten Preisbestandteile gilt die gesetzliche Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) von zurzeit 19 Prozent.

    Diese gesetzlichen Abgaben sind in den veröffentlichten Strompreisen bereits enthalten.

  • Warum gibt es in Bremen und Bremerhaven unterschiedliche Strompreise?
  • Für den Transport des Stroms durch das Leitungsnetz bis zu den Verbrauchern fallen so genannte Netznutzungsentgelte an. In Bremen und Bremerhaven gelten unterschiedliche Netznutzungsentgelte. Sie sind reguliert, das heißt die Stromunternehmen können sie nicht selbst festsetzen, sondern bekommen sie von der Bundesnetzagentur in Bonn genehmigt. Die Netzentgelte machen rund ein Drittel des Strompreises aus.
  • Was ist das Entgelt für den Netzzugang?
  • Der örtliche Netzbetreiber erhebt ein Entgelt für die Nutzung seines Stromversorgungsnetzes. Das Entgelt sichert u. a. den Bau und den Betrieb des Stromnetzes sowie die Gewährleistung eines zuverlässigen Netzbetriebs.
  • Woher kommt der Strom der swb?
  • In Bremen:
    Der größte Teil des von swb in der Hansestadt physisch gelieferten Stroms kommt aus Bremen. swb erzeugt ihn in eigenen Kraftwerken aus Steinkohle, Erdgas und Gichtgas. Im optimalen Zusammenspiel von eigenen Kraftwerkskapazitäten und dem Großhandelsmarkt stellt swb die Stromversorgung Bremens sicher. swb Strom proNatur stammt zu 100 Prozent aus regenerativen Energien, seine Herkunft wird vom proNatur-Beirat geprüft. swb Strom von hier wird zu einem Drittel im neuen Weserkraftwerk und zu zwei Dritteln im Müllheizkraftwerk bzw. im Mittelkalorik-Kraftwerk erzeugt und ist frei von Atom- und Kohlestrom.

    In Bremerhaven:
    Der größte Teil des von swb in der Seestadt gelieferten Stroms stammt von überregionalen Erzeugern. Darüber hinaus betreibt swb in Bremerhaven drei Blockheizkraftwerke, die Strom und Wärme erzeugen. Außerdem bezieht swb aus dem Müllheizkraftwerk der BEG (Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft) Strom. Die dabei als „Nebenprodukt“ gewonnene Wärme gelangt als Fernwärme zu den Bremerhavener Kunden. swb Strom proNatur stammt zu 100 Prozent aus regenerativen Energien und wird von zertifizierten Erzeugern bezogen.